Rosenheimer Forum
für Städtebau und Umweltfragen e.V.

Inhalt


Exkursionen

Die bisherigen Architekturfahrten des Rosenheimer Forums für Städtebau und Umweltfragen e.V. führten unter anderem nach:

- Ulm (moderne Akzente in der Altstadt) und Balingen in Baden-Württemberg (Altstadtsanie-rung)
- Salzburg (neue Wohnsiedlungsprojekte)
- Hall und Innsbruck (positive und einfühlsame Altstadtsanierung)
- Ingolsatdt und Eichstätt (beispielhafte Architektur in denkmalgeschützten Altstadtbereichen
- Freiburg i. B. und Weil am Rhein (zeitgemäße soziale Stadtentwicklung und moderne Muse-umsgebäude)
- Graz (moderne Architektur in der Altstadt)
- Linz (neue attraktive Wohnviertel, städtebaulicher Akzent: Museum Lentos)
- Regensburg (flächensparende Wohnsiedlungen, Altstadtsanierung, Bahnhofsareal)

Es ist ein Anliegen des Forums, im Zusammenhang zum Thema Städtebau in der Regel einmal jähr-lich ein- oder mehrtägige Städtefahrten mit besonderen Akzenten in der Architektur zu unternehmen.
Es ist daran gedacht, die Kultur im heutigen Städtebau aufzuspüren und zu vermitteln, das heißt, bei-spielhafte öffentliche und private Gebäude und Anlagen zu besuchen, zu begehen, gute Architektur in ihrer Funktion zu erleben, wie:
Kunstmuseen, Konzertgebäude, Theaterhäuser, Museen verschiedener Art, aber auch Schulgebäude, Sportstätten, Krankenhäuser, Altenheime, Friedhöfe, Kindergärten, auch öffentliche Parks und Anlagen, Erholungsgebiete etc.


Baselfahrt 2006

Das Rosenheimer Forum für Städtebau und Umweltfragen war wieder auf Architekturfahrt, und zwar diesmal auch mit Kunst.
Auf der 3-Tagestour mit dem Bus im Oktober 2006 standen verschiedene moderne Museen auf dem Programm. Auf der Hinfahrt nach Basel galt die erste Station am Freitag Nachmittag dem Frieder-Burda-Museum neben der Staatlichen Kunsthalle im Kurpark in Baden-Baden. Es ist ein neues, sehr lichtes Gebäude des New Yorker Architekten Richard Meier. Der Architekt, der u. a. mit dem Museum für angewandte Kunst in Frankfurt, dem Getty Center in Los Angeles und dem Museum für Zeitgenös-sische Kunst in Barcelona hervorgetreten ist, bezeichnet das Museum Frieder Burda als „Juwel im Park“. Die klare Struktur, Transparenz und Offenheit der Architektur konnte man im Zusammenhang mir der stattfindenden Marc–Chagall–Ausstellung beeindruckend erleben. Es war auch das selten außerhalb Russlands gezeigte Frühwek des bedeutenden Malers zu sehen.
Von Freitag Abend bis Sonntag früh waren die 32 Teilnehmer in einem sehr guten Hotel im Zentrum von Basel untergebracht. Es stand für alle genügend zeitlicher Freiraum zur Verfügung, um neben der Altstadt am Rhein dann am Samstag ausgiebig das bedeutende Museum der Beyerler-Fondation in Basel-Riehen für sich zu entdecken. Es ist ein Bau des italienischen Architekten Renzo Piano, der u. a. auch das Centre Pompidou in Paris realisiert hat. Dem berühmten Sammler und Galeristen Ernst Beyerler aus Basel war es ein Anliegen, zusammen mit dem Architekten ein ruhiges, zurückhaltendes Bauwerk zu schaffen, das „der Kunst dienen soll und nicht umgekehrt“, was ihm wahrlich geglückt ist. Es ist inzwischen das meist besuchte Museum der Schweiz. Die zu dieser Zeit gezeigte umfassende Ausstellung „Eros in der Kunst der Moderne“ war mit all ihren Facetten sehr interessant aber auch nicht immer im Detail jedermanns Sache.
Den Teilnehmern stand es frei, das Tingueley-Museum, das dem Leben und Werk des bedeutenden Schweizer Eisenplastikers Jean Tingueley gewidmet ist (ein Bau des Schweizer Architekten Mario Botta) zu besichtigen. Auf der Heimfahrt am Sonntag bestand die Möglichkeit, in einer dreistündigen Mittagspause in Bregenz die Altstadt sowie vor allem auch das interessante Kunsthaus, den Glaskubus des Schweizer Architekten Peter Zumthor auf sich wirken zu lassen. Die Fahrt mit dem interessierten Teilnehmerkreis, das Wetter und nicht zuletzt die beeindruckenden Architekturbeispiele „diesmal auch mit Kunst“ war wieder ein gelungenes Unternehmen.

Rainer Dillen


Rückblick 2006

Wichtige Themen waren für das FORUM:
- Landesgartenschau 2010
- Ausbau Kufsteiner Straße
- Neugestaltung Ludwigsplatz
- Bahnhofsgelände

Einzelveranstaltungen:
19.7.06: Mitgliederversammlung
15.9.06: Ludwig Gruber führt durch die Kirche St. Nikolaus
(Baustellenführung)
21.9.06: Frau Grosse und Herr Haidacher führen über das
Gelände der zukünftigen Landesgartenschau
20.-22.10.: "Baselfahrt":
26.10.06: Jahreshauptversammlung


Aicherpark, Bebaungsplan ehemaliges BayWa- Gelände

Stellungnahme an das Stadtplanungsamt:

Das Rosenheimer Forum für Städtebau und Umweltfragen lehnt den B-Plan Nr. 19a
„Oberaustraße West“ rundweg und entschieden ab! Für die Gesamtstadt ist es besser, nichts zu tun als diesen B-Plan umzusetzen!


Begründung:

Der Rosenheimer Einzelhandel hat von 2000 bis 2006 einen Umsatzrückgang um über 100 Mio. € (16%) zu verzeichnen. Die Ursachen liegen außer in der Kaufkraftstagnation vor allem in der übermäßigen Ausweisung von Einzelhandelsflächen in der Region Rosenheim. Sachge-recht wäre deshalb eine koordinierte Ansiedlungspolitik zwischen den Kommunen der Region.
Das Rosenheimer Forum fragt, welche konkreten Anstrengungen in dieser Richtung von der Stadt unternommen wurden und an welchen Kommunen ein koordiniertes Vorgehen scheitert.

Doch selbst wenn ein regional abgestimmtes Handeln derzeit nicht absehbar sein sollte und die Stadt Rosenheim zu einem Alleingang beim Einzelhandel gezwungen sein sollte, wird mit dem B-Plan „Oberaustraße West“ ein falscher Weg eingeschlagen. Mit dem B-Plan wird das Ziel verfolgt, die Attraktivität des Aicherparks zu steigern. Das Rosenheimer Forum hält diese Ziel für richtig und wichtig. Attraktivitätssteigerung darf jedoch nicht zusätzliche innenstadtrelevante Einzelhandelsflächen implizieren.
Entscheidend für die Ablehnung durch das Rosenheimer Forum ist neben der neuerlichen Er-weiterung um Verkaufsflächen, dass das vorgesehene Sortiment im Gegensatz zur bisherigen Nutzung innenstadtrelevant ist und der B-Plan nur auf Kosten der Rosenheimer Innenstadt wie der Ortszentren im Umland Wirkung zeigen kann.

Nicht hinnehmbar ist, dass die Stadt Rosenheim vor diesen Wirkungen die Augen verschließt und sich anscheinend auf zwei Gutachten der CIMA stützt, von denen nur eines in einer 6-seitigen Zusammenfassung der Öffentlichkeit bekannt ist. So besteht keine Chance, die Metho-den zu prüfen, mit denen CIMA zu den fragwürdigen Empfehlungen kommt. Ohne Zugänglich-keit der Gutachten gibt es keinen Grund, der Argumentation für eine B-Plan-Änderung zuzu-stimmen.
Im Gegenteil muss die Argumentation hinterfragt werden. Dies gilt umso mehr als die Empfeh-lungen wohl darauf hinauslaufen, dass zwar ein Elektro-Fachmarkt als innenstadtschädlich ein-gestuft wird (er soll aber wohl am Bahnhof innenstadtverträglich sein), im B-Plan innenstadtre-levante Sortimente wie Drogeriewaren, Textilien, Bekleidung, Schuhe, Schnittblumen und Fahr-räder aber zugelassen werden. Bei letzterem Sortiment sind exemplarisch für alle vorgesehe-nen Sortimente die absehbaren Wirkungen für Geschäfte der Innenstadt konkret absehbar.

Nach Auffassung des Rosenheimer Forum würde der Stadtrat seiner Verantwortung nicht ge-recht, wenn er in blindem Vertrauen auf fragwürdige Gutachter-Empfehlungen das Ziel der Att-raktivitätssteigerung des Aicherparks verfolgte ohne die negativen Folgen für die Gesamtstadt, für die Innenstadt, für die dortigen Unternehmen und Beschäftigten sowie für die künftige Zu-sammenarbeit mit dem Umland zu berücksichtigen.

Ob die geplante Flächenerweiterung und Nutzungsänderung mit dem vorgesehenen Sortiment die Attraktivität des Aicherparks steigern könnte, ist sehr fraglich. Die negativen Wirkungen aber sind sicher! Deshalb ist der B-Plan nicht nur kosmetisch zu ändern sondern insgesamt abzuleh-nen!


Ludwigsplatz


Pösling, Baulandausweisung


Bebauungspläne

Unsere Stellungnahme zum Aufstellungsverfahren:

Der Ortsteil Pösling hat noch den Charakter eines Weilers und ist vorwiegend von landwirtschaftlichen Gebäuden und landwirtschaftlicher Nutzung geprägt. Die Siedlungsstruktur ist entsprechend organisiert und in die Landschaft eingefügt.
Die im Entwurf des B-Plans angestrebte zusätzliche Bebauung mit sechs zusammenhängend am Ortsrand angeordneten Einfamilienhäusern in freistehender Bauweise mit ebenfalls freistehend vorgesehenen Garagen widerspricht dem bisherigen Charakter Pöslings. Die Planung fügt sich nicht in die bisherige, landwirtschaftlich geprägte Bebauung ein, sondern lagert sich als eigenständige Siedlungsstruktur an den bisherigen Weiler an - somit wird eine hier fremde und neuartige Siedlungsstruktur eingeleitet. Die vorgesehene Bebauung hat zudem den Erschließungsbedarf und den Flächenverbrauch von Siedlungsstrukturen aus vorstädtischen Bereichen und widerspricht damit den Zielen flächensparenden Bauens und den Anforderungen des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden.
Es ist nicht erkennbar, dass auch nur ansatzweise der Versuch einer Nachverdichtung der Bestandsbebauung unternommen wird. Vielmehr handelt es sich um die klassische Ausweisung eines Neubaugebietes, das bereits die Möglichkeit zusätzlicher Baulandausweisungen erkennen lässt.

Das Rosenheimer Forum für Städtebau und Umweltfragen lehnt diese Planung als Schritt in die falsche Richtung ab und stellt in diesem Zusammenhang die Forderung auf, in Rosenheim ein kommunales Flächenressourcen-Management einzuführen.
Nähere Informationen auf der Seite der Stadt Rosenheim

Reden über Rosenheim Veranstaltungsreihe im Herbst 2009

Veranstaltungsreihe zusammen mit den Vereinen Bund Naturschutz e.V, Roregio , Initiativkreis Rosolar

Genaues im Internet unter dem Link:
http://www.roregio.org/Landesgartenschau_und_dann.html

Letzte Aktualisierung: 2011-11-23